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Gesundheit ans Netz hängen

Rhein Zeitung, 19. Februar 2002

Johannes Palm aus Andernach und Sebastian Köster aus Wiesbaden haben Konzept zur Optimierung der Krankenhausauslastung erarbeitet. Auf Erfolgskurs sind Johannes Palm und sein Partner Sebastian Köster. Zuerst gewannen sie den Gründerwettbewerb Multimedia 2000 des Bundeswirtschaftsministeriums, jetzt waren sie mit ihrem Business-Plan zur Optimierung im Gesundheitswesen beim „Hessen Venture Cup 2002“ im Bereich „Science4Life“ erfolgreich. Die bundesweit agierende Gründerinitiative „Science4Life“ hatte im Rahmen des „Hessen Venture Cup 2002“ einen Businessplan-Wettbewerb ausgeschrieben. Mit der „Science4Life-Gründerplattform“ werden junge Unternehmen mit innovativen Ideen unterstützt, sich am Markt zu etablieren. Dabei engagieren sich auch die hessische Landesregierung und das Unternehmen Aventis Pharma. Mit Erfolg haben Johannes Palm aus Andernach und sein Partner Sebastian Köster an dem Wettbewerb teilgenommen. In Gießen wurden sie jetzt für ihren Business-Plan, ein Konzept zur Optimierung der Krankenhausauslastung ausgezeichnet. Neben der Übernahme des Preisgeldes in Höhe von 1000 Euro stand vor allem im Vordergrund ein Zusammentreffen mit Investoren für die Realisierung eines Internetportals für professionelle Gesundheitsdienstleister. „Unser Plan ist, alle Gesundheitsdienstleister in ein Netzwerk einzubinden. Krankenhäuser, Altenheime, Reha-Kliniken und ambulante Dienste verfügen über Computerplätze, EDV-gestützte Pflegedokumentationen, Intranet und die Anbindung an das Internet. Die Möglichkeiten des Internets werden aber nur unzureichend genutzt, da es an qualifizierten Angeboten mangelt“, erklärt Johannes Palm. „Unser Business-Plan zielt auf die totale Ausschöpfung und Ausnutzung vorhandener Reserven im Gesundheitswesen per Internet und auf eine bessere technische Ausstattung in den Krankenhäusern ab, um dadurch die Kosten zu senken. Kosten müssen immer am Ort der Entstehung eingedämmt werden“, betont Palm. „Unser Ziel besteht in einer dauerhaften Vernetzung des gesamten Gesundheitswesens. Die einzelnen, speziell für Unternehmen des Gesundheitswesens entwickelten, inhaltlichen Netzwerk-Module können separat genutzt werden und dienen ausschließlich dazu, Kommunikation, Information, Qualität, Service, sowie Ein- Und Verkauf zum Nutzen aller Beteiligten zu optimieren. Unser Ziel sehen wir als erreicht an, wenn wir ein wirtschaftliches Unternehmen im Gesundheitswesen dauerhaft am Markt platziert haben und damit zusätzlich einen gesellschaftlichen wie auch volkswirtschaftlichen Auftrag erfüllen können.“ Details will Palm nicht nennen, da er „Plagiateure befürchten muss“.